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Steuerungsstrategie

Grundeinstellungen

Wird als Startmodus „Passivmodus" gewählt, wird das Gerät vom lokalen EMS gesteuert. Nach Abschluss der Parametrierung führt das System die zugehörigen Steuerungsstrategien automatisch gemäß den Einstellungen aus, ein manuelles Eingreifen ist nicht erforderlich.

Wird als Startmodus „Drittanbieter-Steuermodus" gewählt, so wird das System zentral vom Dritten gesteuert, sobald das Gerät angebunden ist und die Steuerung durch die Drittplattform annimmt. Von den Steuerungsstrategien bleiben dann nur die Parameter für Strompreiseinstellungen, Notstromreserve, Bezugsspitzenregelung, Rückspeiseschutz, Transformatorschutz, Inselnetzbetrieb sowie Start im Netz- und Inselbetrieb erhalten, um Konflikte mit der Steuerung durch den Dritten zu vermeiden. Lokalmodus: Im Lokalmodus können Sie die Leistungsparameter über die Seite der Cloud-Plattform oder über die lokale Web-Oberfläche des Geräts einstellen. Dieser Modus dient vor allem der Installations- und Inbetriebnahmephase und ermöglicht eine schnelle Konfiguration und Überprüfung vor Ort. Im Remote-Modus stellen Sie die Verbindung über die physische Kommunikationsschnittstelle des EMS her und senden Steuerbefehle per Kommunikation, um das Gerät fernzusteuern und zu regeln.

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichErläuterung
StartmodusAuswahlliste: Passivmodus, Drittanbieter-Steuermodus--
Lokal/RemoteAuswahlliste: Lokal, Remote--
Verhalten bei Unterbrechung der SteuerungAuswahlliste: Aktuellen Wert halten, Nullleistungsausgabe--
SteuerungsprotokollAuswahlliste: MODBUS-TCP, IEC104, SunSpec--
Wirkleistungs-Sollwert (MW)Wertebereich: -99999.9999~99999.9999--
Totband Wirkleistungsregelung (kW)Wertebereich: 0~99999.9--
Blindleistungs-Sollwert (Mvar)Wertebereich: -99999.9999~99999.9999--
Totband Blindleistungsregelung (Kvar)Wertebereich: 0~99999.9--
AC-AnschlussartAuswahlliste: AC_GRID, AC_GENERATOR--
DC/AC-KopplungsmodusAuswahlliste: AC, DC, Hybrid--
Wiederaufnahme-SOC Inselnetzversorgung (%)Wertebereich: 5-100--
Abschalt-SOC Inselnetzversorgung (%)Wertebereich: 5-100--
Installierte PV-Leistung AC-seitig (kW)Wertebereich: 0-99999.9--
Installierte PV-Leistung DC-seitig (kW)Wertebereich: 0-99999.9--
Einbauort PV-WechselrichterAuswahlliste: Nicht installiert, Netzseite, STS-Lastseite--

Strompreiseinstellungen

Die Strompreise lassen sich für verschiedene Monate und Zeiträume festlegen.

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Leistungspreis (CNY/kW·Monat)Wertebereich: 0~99999.999drei NachkommastellenBefindet sich das Gerät in China, wird auf der Seite das Eingabefeld „Leistungspreis" angezeigt
ZeittypAuswahlliste: Höchstspitze, Spitze, Normal, Schwachlast, Tiefe Schwachlast----
Strompreis--drei Nachkommastellen--

Regelung der Dreiphasen-Unsymmetrie

Funktionsbeschreibung

Die Regelung der Dreiphasen-Unsymmetrie dient dazu, bei ungleichmäßiger Lastverteilung auf die drei Phasen das Speicher-PCS anhand der eingestellten Grenzwerte für Einphasenstrom bzw. Einphasenleistung phasenweise nachzuregeln. So werden Strom und Leistung der drei Phasen am Netzübergabepunkt (Hausanschlusspunkt) möglichst symmetrisch gehalten und die Obergrenzen nicht überschritten, was einen stabilen Systembetrieb sicherstellt. Die Funktion kann nur alle Phasen gemeinsam laden oder gemeinsam entladen.

Nach dem Aktivieren der Regelung der Dreiphasen-Unsymmetrie regelt das System das PCS entsprechend dem aktuellen Betriebszustand phasenweise nach, ohne den normalen Stromverbrauch und die Produktion zu beeinträchtigen.

Was die Funktion leistet:

  1. Echtzeitüberwachung der Ströme und Leistungen der drei Phasen;
  2. Regelung nach den eingestellten Grenzwerten für Einphasenstrom bzw. Einphasenleistung zur Entschärfung einphasiger Überlastungen;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Geringeres Risiko einphasiger Überlastung und von Störungen;
  2. Verbesserung der Dreiphasen-Unsymmetrie und damit mehr Sicherheit im Netzbetrieb;
  3. Automatische Regelung durch das System, kein manuelles Eingreifen erforderlich;

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INFO

Je nach Gerätetyp werden auf der Seite zur Dreiphasen-Unsymmetrie unterschiedliche Inhalte angezeigt. Die folgende Felderläuterung fasst sämtliche Felder aller Versionen dieser Seite zusammen.

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
ParametereinstellungAuswahlliste: Einphasenstrom, Einphasenleistung, Gesamtleistung am Übergabepunkt--Unterstützt die Parametrierung in drei verschiedenen Dimensionen: Einphasenstrom, Einphasenleistung und Gesamtleistung am Übergabepunkt.
Strom Phase A (A)Wertebereich: 0-65535GanzzahlBegrenzt den maximalen Strom der Phase A am Netzübergabepunkt. Stellen Sie den Wert entsprechend dem Nennstrom des vor Ort verbauten Leistungsschalters bzw. Schalters ein. Der eingetragene Wert darf den je Phase zulässigen Maximalstrom des Leistungsschalters nicht überschreiten, um Überströme und ein Auslösen der Geräteschutzfunktionen zu vermeiden.
Strom Phase B (A)Wertebereich: 0-65535GanzzahlBegrenzt den maximalen Strom der Phase B am Netzübergabepunkt. Stellen Sie den Wert entsprechend dem Nennstrom des vor Ort verbauten Leistungsschalters bzw. Schalters ein. Der eingetragene Wert darf den je Phase zulässigen Maximalstrom des Leistungsschalters nicht überschreiten, um Überströme und ein Auslösen der Geräteschutzfunktionen zu vermeiden.
Strom Phase C (A)Wertebereich: 0-65535GanzzahlBegrenzt den maximalen Strom der Phase C am Netzübergabepunkt. Stellen Sie den Wert entsprechend dem Nennstrom des vor Ort verbauten Leistungsschalters bzw. Schalters ein. Der eingetragene Wert darf den je Phase zulässigen Maximalstrom des Leistungsschalters nicht überschreiten, um Überströme und ein Auslösen der Geräteschutzfunktionen zu vermeiden.
Wirkleistung Phase A (kW)Wertebereich: 0-99999.9eine NachkommastelleBegrenzt die an Phase A des Netzübergabepunkts zulässige maximale Wirkleistung. Stellen Sie den Wert entsprechend der Belastbarkeit des vor Ort verbauten Leistungsschalters bzw. Schalters ein. Der eingetragene Leistungswert sollte die je Phase zulässige Maximalleistung des Leistungsschalters nicht überschreiten, damit keine Schutzauslösung durch Leistungsüberschreitung erfolgt.
Wirkleistung Phase B (kW)Wertebereich: 0-99999.9eine NachkommastelleBegrenzt die an Phase B des Netzübergabepunkts zulässige maximale Wirkleistung. Stellen Sie den Wert entsprechend der Belastbarkeit des vor Ort verbauten Leistungsschalters bzw. Schalters ein. Der eingetragene Leistungswert sollte die je Phase zulässige Maximalleistung des Leistungsschalters nicht überschreiten, damit keine Schutzauslösung durch Leistungsüberschreitung erfolgt.
Wirkleistung Phase C (kW)Wertebereich: 0-99999.9eine NachkommastelleBegrenzt die an Phase C des Netzübergabepunkts zulässige maximale Wirkleistung. Stellen Sie den Wert entsprechend der Belastbarkeit des vor Ort verbauten Leistungsschalters bzw. Schalters ein. Der eingetragene Leistungswert sollte die je Phase zulässige Maximalleistung des Leistungsschalters nicht überschreiten, damit keine Schutzauslösung durch Leistungsüberschreitung erfolgt.
Gesamtleistung am Übergabepunkt (kW)Wertebereich: 0-99999.9eine NachkommastelleBegrenzt die am Netzübergabepunkt insgesamt zulässige maximale Wirkleistung. Achten Sie darauf, dass der eingetragene Leistungswert die Gesamtleistungsgrenze des Leistungsschalters am Übergabepunkt nicht überschreitet, damit ein sicherer Systembetrieb gewährleistet ist.
Einphasenstrom (A)Wertebereich: 0-65535Ganzzahl--

Transformatorschutz

Funktionsbeschreibung

Der Transformatorschutz ist für Standorte mit stark schwankenden Lasten oder mit mehreren gleichzeitig angeschlossenen Quellen wie Speicher und Photovoltaik (PV) vorgesehen. Er regelt die Lade- und Entladeleistung des Speichers automatisch, damit die Leistung am Netzübergabepunkt (Hausanschlusspunkt) die Transformatorkapazität nicht überschreitet, und verringert so das Risiko einer Transformatorüberlastung. Nach dem Aktivieren des Transformatorschutzes passt das System die Lade- und Entladeleistung des Speichers automatisch an den aktuellen Betriebszustand an, ohne den normalen Stromverbrauch und die Produktion zu beeinträchtigen. Auch für Anwendungen, bei denen am Netzübergabepunkt kein Transformator vorhanden ist, für die durchfließende Leistung an dieser Stelle aber eine Obergrenze gilt, lässt sich diese Funktion einsetzen.

Was die Funktion leistet:

  1. Steigt die Verbrauchslast plötzlich an, wird die Ladeleistung des Speichers automatisch reduziert oder auf Entladen umgeschaltet, um den Transformator zu entlasten;
  2. Entlädt der Speicher mit hoher Leistung und kommen weitere Quellen hinzu, wird die Entladeleistung des Speichers automatisch begrenzt;
  3. Es wird sichergestellt, dass die Leistung am Netzübergabepunkt (Hausanschlusspunkt) stets unter der sicheren Transformatorkapazität bleibt;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Geringeres Risiko einer Überlastung und Auslösung des Transformators;
  2. Sicherstellung eines stabilen Anlagenbetriebs;
  3. Automatische Regelung durch das System, kein manuelles Eingreifen erforderlich;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Schutzkapazität (kW)Wertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleEinstellung der Nennkapazität des Transformators
Schutzfaktor (%)Wertebereich: 0~100GanzzahlFür die tatsächliche Regelung des Speichersystems gilt: maximal zulässige Transformatorleistung = Nennkapazität des Transformators * Schutzfaktor

Bezugsspitzenregelung

Funktionsbeschreibung

Beim Strombezug rechnet der Netzbetreiber unter anderem nach der „höchsten Bezugsleistung (Bezugsspitze)" ab. Übersteigt die Bezugsleistung zu einem Zeitpunkt plötzlich diesen Höchstwert, können die Stromkosten des betreffenden Monats deutlich steigen.

Die Bezugsspitzenregelung hilft Ihnen, Verbrauchsspitzen automatisch zu beherrschen und eine Überschreitung der höchsten Bezugsleistung zu vermeiden. Das System überwacht die Bezugsleistung am Zähler an der Verbindungsstelle zwischen Anlage und Netz (Übergabepunkt/Hausanschluss) in Echtzeit – wie ein „Verbrauchswächter", der die aktuelle Situation rund um die Uhr im Blick behält.

Erkennt das System, dass sich die aktuelle Bezugsleistung der von Ihnen vorab eingestellten „maximal zulässigen Bezugsspitze" nähert oder diese überschreitet, ergreift es automatisch Maßnahmen zur Regelung:

  1. Vorrangig wird die Speicherbatterie entladen, um den Netzbezug zu verringern;
  2. Sofern es die Bedingungen zulassen, wird die PV-Einspeiseleistung erhöht, um mehr Eigenerzeugung zu nutzen;

Auf diese Weise wird die Bezugsleistung am Netzübergabepunkt (Hausanschlusspunkt) innerhalb des eingestellten Bereichs gehalten und es entstehen keine zusätzlichen Leistungskosten durch kurzzeitig zu hohen Verbrauch.

Was die Funktion leistet:

  1. Keine häufige manuelle Anpassung von Parametern erforderlich;
  2. Das System passt die Regelobergrenze automatisch an den tatsächlichen Verbrauch an;
  3. Die Stromkosten werden fortlaufend optimiert, ohne den regulären Produktionsbetrieb zu gefährden;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Verhindert plötzliche Verbrauchsspitzen und damit hohe Kosten durch Überschreiten der Bezugsspitze;
  2. Speicher und Photovoltaik werden besser genutzt, der Fremdstrombezug sinkt;
  3. Auch eine Kappung der Lastspitzen lässt sich über diese Funktion erreichen;
  4. Vollautomatische Regelung, keine manuelle Überwachung erforderlich;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
ModusauswahlAuswahlliste: Bezugsspitzen-Nachführung, Vertragliche Bezugsspitze--

Bei Auswahl von „Vertragliche Bezugsspitze" wird „Maximal zulässige Bezugsspitze (kW)" angezeigt;
bei Auswahl von „Bezugsspitzen-Nachführung" wird „Tatsächliche Bezugsspitze (kW)" angezeigt.

Maximal zulässige Bezugsspitze (kW)Wertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleLegt die Obergrenze für den Netzbezug fest. Erkennt der Zähler an der Verbindungsstelle zwischen Anlage und Netz (Netzübergabepunkt/Hausanschluss), dass die aktuelle Bezugsleistung diesen Wert überschreitet, entlädt das System automatisch, um eine Überschreitung der Bezugsspitze zu vermeiden.
Tatsächliche Bezugsspitze (kW)----

In der Praxis rechnen manche Unternehmen nach der Echtzeit-Bezugsspitze ab.
Nach dem Aktivieren der Bezugsspitzen-Nachführung liest das System automatisch den Wert „historische Höchstbezugsleistung" aus dem Zähler am Netzübergabepunkt aus und verwendet ihn als aktuellen Referenzwert für die Regelung.

Rückspeiseschutz

Funktionsbeschreibung

Übersteigen PV-Erzeugung und Speicherentladung den Bedarf der Verbraucher vor Ort, fließt der Überschuss rückwärts ins Netz – es kommt zur Netzeinspeisung. Überschreitet die eingespeiste Leistung die örtlichen Vorgaben, kann dies zu Verstößen gegen die Netzanschlussbedingungen, Bußgeldern oder unsicheren Erträgen führen. Der Rückspeiseschutz hilft Ihnen, genau das automatisch zu vermeiden.

Das System überwacht die Leistungsverhältnisse an der Verbindungsstelle zwischen Anlage und Netz (Netzübergabepunkt/Hausanschlusspunkt) in Echtzeit und erkennt, ob eine Tendenz zur Einspeisung ins Netz besteht. Stellt das System fest, dass PV-Erzeugung + Speicherentladung > tatsächliche Verbrauchslast vor Ort ist, also eine Rückspeisung ins Netz bevorsteht oder bereits erfolgt, regelt es entsprechend den eingestellten Einspeiseparametern automatisch nach: Die Entladeleistung des Speichers wird reduziert oder der Speicher wird auf Laden umgeschaltet, bei Bedarf wird auch die PV-Erzeugungsleistung begrenzt.

Was die Funktion leistet:

  1. Verhindert automatisch, dass überschüssige Energie ins Netz zurückfließt, erfüllt die örtlichen Netzanschlussanforderungen und vermeidet Strafen oder Compliance-Risiken durch Überschreiten der Einspeisegrenze;
  2. Über diese Regeleingriffe deckt die Erzeugung der Anlage genau den Verbrauch vor Ort, ohne überschüssige Energie ins Netz abzugeben;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Verhindert die Rückspeisung ins Netz und damit Strafen oder Betriebsrisiken durch Netzeinspeisung;
  2. Wird die maximale Einspeiseleistung positiv eingestellt, lässt sich eine Talfüllung erreichen;
  3. Vollautomatische Regelung, keine manuelle Überwachung erforderlich;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Einstellung der maximalen EinspeiseleistungAuswahlliste: Maximale Einspeiseleistung, Faktor für maximale Einspeiseleistung--

Bei Auswahl von „Maximale Einspeiseleistung (kW)" wird „Maximale Einspeiseleistung (kW)" angezeigt;
bei Auswahl von „Faktor für maximale Einspeiseleistung" wird der Faktor für die maximale Einspeiseleistung angezeigt.

Maximale Einspeiseleistung (kW)Wertebereich: -99999.9~99999.9eine Nachkommastelle

Positiver Wert (typisch für Szenarien mit Nulleinspeisung): Ist vor Ort keine Einspeisung ins Netz zulässig, sollte die maximale Einspeiseleistung positiv eingestellt werden. Das EMS regelt den Netzbezug dann gezielt auf den eingestellten Wert und vermeidet so eine kurzzeitige Einspeisung bei plötzlichem Lastabwurf.

Negativer Wert (für Szenarien mit erlaubter Einspeisung): Ist die Einspeisung ins Netz vor Ort zulässig, muss die maximale Einspeiseleistung negativ eingestellt werden. Das EMS begrenzt die ins Netz eingespeiste Leistung dann auf den eingestellten Wert.

Faktor für maximale Einspeiseleistung (%)Wertebereich: 0~100GanzzahlMaximale Einspeiseleistung = installierte PV-Leistung * dieser Faktor. Wird erkannt, dass die tatsächliche Einspeiseleistung die maximale Einspeiseleistung überschreitet, startet das System automatisch den Rückspeiseschutz, um ein Überschreiten der Einspeisegrenze zu verhindern.

Notstromreserve

Funktionsbeschreibung

Für Situationen, in denen ein Stromausfall auftreten kann, lässt sich vorab ein Teil der Batteriekapazität als Notreserve für die am Backup-Anschluss angeschlossenen Geräte reservieren. Im täglichen Betrieb und beim Entladen stellt das System sicher, dass die Restkapazität der Batterie nicht unter den von Ihnen eingestellten „UPS Reserve SOC" fällt, sodass die Notreserve nicht aufgebraucht wird. Erkennt das System, dass der aktuelle Ladestand der Batterie unter die reservierte Notstromkapazität gefallen ist, startet es automatisch die Nachladefunktion und lädt die Batterie wieder auf, damit ausreichend Notstrom zur Verfügung steht. Das Nachladen erfolgt mit der auf der Seite konfigurierten Notstromleistung – das gewährleistet Sicherheit, ohne andere Verbraucher zu beeinträchtigen.

Was die Funktion leistet:

  1. Reserviert vorab Notstromkapazität in der Batterie, damit wichtige Verbraucher am Backup-Anschluss bei einem Stromausfall weiterhin versorgt werden;
  2. Das System begrenzt im täglichen Betrieb automatisch das Entladen, sodass der Ladestand nicht unter den reservierten Wert fällt, und lädt bei zu geringem Ladestand automatisch nach;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Auch bei Stromausfall steht Energie zur Verfügung, sodass die am Backup-Anschluss angeschlossenen Geräte weiterlaufen;
  2. Vollautomatische Regelung, keine manuelle Überwachung erforderlich;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
UPS Reserve SOC (%)Wertebereich: 0-100GanzzahlErkennt das System, dass der aktuelle SOC der Batterie unter diesem Wert liegt, aktiviert es je nach Zustand des Speichersystems intelligent die Nachladefunktion und beendet die Ladung, sobald dieser SOC-Wert wieder erreicht ist.
NotstromleistungWertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleDas Gerät lädt mit dieser Leistung.

Leistungsfaktorregelung

Funktionsbeschreibung

Diese Funktion regelt die Blindleistungsabgabe des Speicherkraftwerks automatisch und hilft dem Standort, einen angemessenen Leistungsfaktor einzuhalten. So werden Zuschläge auf die Stromrechnung durch einen unzureichenden Leistungsfaktor verringert. Sie eignet sich für Standorte mit stark schwankenden Lasten und dem Risiko von Leistungsfaktor-Zuschlägen. Nach dem Aktivieren der Leistungsfaktorregelung regelt das System entsprechend dem Betriebszustand des Standorts automatisch nach, ohne den normalen Stromverbrauch und die Produktion zu beeinträchtigen.

Was die Funktion leistet:

  1. Echtzeitüberwachung des Leistungsfaktors am Standort;
  2. Automatische Blindleistungskompensation;
  3. Der Leistungsfaktor bleibt stabil im zulässigen Bereich;
  4. Zuschläge für einen unzureichenden Leistungsfaktor werden verringert oder vermieden;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Der Leistungsfaktor erfüllt die Vorgaben, die Struktur der Stromkosten wird stabiler;
  2. Automatischer Betrieb des Systems, kein manuelles Eingreifen erforderlich;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Zielwert des Leistungsfaktors am Netzanschlusspunkt (cos)Wertebereich: -1.00~1.00zwei NachkommastellenLegt den am Netzanschlusspunkt gewünschten Leistungsfaktor fest. Das System regelt die Blindleistung des Speichers automatisch so, dass der Leistungsfaktor am Netzanschlusspunkt diesem Ziel möglichst nahekommt. Je näher der Wert bei 1 liegt, desto geringer ist die Blindleistung, desto wirtschaftlicher ist der Betrieb und desto besser werden die Netzanforderungen erfüllt.

Zusatzsteuerung

SOC-Kalibrierung

Funktionsbeschreibung

Bei der SOC-Kalibrierung ermittelt das System über einen kontrollierten Ladevorgang erneut den tatsächlichen Ladestand der Batterie, sodass der angezeigte SOC genauer wird. Nach Abschluss der Kalibrierung entspricht die Einschätzung des Batterieladestands durch das System deutlich besser der Realität und bildet eine verlässliche Grundlage für die weitere Lade-/Entladesteuerung und die Ausführung der Strategien.

Was die Funktion leistet:

  1. Korrigiert SOC-Abweichungen und vermeidet Situationen wie „scheinbar geladen, tatsächlich leer" oder „Anzeige leer, tatsächlich noch Energie vorhanden";
  2. Strategien wie Laden/Entladen, Notstromreserve und Rückspeiseschutz arbeiten mit dem realen Ladestand, wodurch Fehlauslösungen von Schutzfunktionen oder Strategiefehler seltener werden;
  3. Hilft Kunden, die verbleibende nutzbare Energie richtig einzuschätzen, und erhöht die Stabilität und Vorhersagbarkeit des gesamten Speichersystems;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Genauere SOC-Anzeige und zuverlässigere Steuerungsstrategien;
  2. Realistischere Bewertung der verfügbaren Energie, weniger Fehlauslösungen von Schutzfunktionen oder Strategiefehler;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
SOC-Kalibrierleistung (kW)Wertebereich: 0-6553.5eine NachkommastelleDas System lädt die Batterie mit dieser Leistung zur Kalibrierung
Manuelle SOC-KalibrierungAuswahlliste: Aus, Ein--Wird die „manuelle Kalibrierung" aktiviert, führt das System die Kalibrierung des Batterieladestands sofort durch
Automatische SOC-Kalibrierung----Wird die „automatische Kalibrierung" aktiviert, führt das System die Kalibrierladung automatisch durch, sobald die Bedingungen erfüllt sind

Zwangsladung bei Unterspannung

Funktionsbeschreibung

Die Zwangsladung bei Unterspannung ist ein Selbstschutzmechanismus der Batterie. Sie greift, wenn die Batterie unbeabsichtigt zu tief entladen wurde oder längere Zeit mit niedrigem SOC betrieben wird: Ist die Batteriespannung zu niedrig, startet das System automatisch eine Zwangsladung und bringt die Batterie zurück in den sicheren Spannungsbereich.

Was die Funktion leistet:

  1. Bei zu geringem Batterieladestand wird automatisch zwangsgeladen, um Schäden durch Unterspannung zu verhindern und den sicheren Systembetrieb zu gewährleisten;
  2. Die Batteriespannung wird rechtzeitig in den sicheren Bereich zurückgeführt, wodurch Alterung und Leistungsverlust durch längeren Betrieb mit niedrigem Ladestand verringert werden;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Verhindert Batterieschäden durch Unterspannung und erhöht die Betriebssicherheit des Systems;
  2. Verringert das Risiko einer verkürzten Batterielebensdauer;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Leistung der Zwangsladung (kW)--drei NachkommastellenDas System führt die Zwangsladung automatisch mit der eingestellten Leistung durch

Dynamische Strompreissteuerung (Beta)

INFO

Die auf dem EPEX Dayahead Spot Price basierende dynamische Strompreissteuerung ist derzeit nur in einigen Regionen wie den Niederlanden, Deutschland, Polen und Belgien verfügbar und befindet sich aktuell in einer schrittweisen Testphase. Wenn Sie die Funktion aktivieren möchten, wenden Sie sich an Ihren Installateur oder das lokale AlphaESS Serviceteam.

Funktionsbeschreibung

Die dynamische Strompreissteuerung ruft die Strompreise des Strommarkts automatisch ab und steuert die Lade- und Entladezeiten des Speichergeräts so, dass der Betrieb zum jeweiligen Preisniveau passt. So können Sie Strom und Speicher effizienter nutzen.

Sie müssen die Preise nicht täglich manuell prüfen oder die Strategie anpassen – das System übernimmt die Steuerung automatisch entsprechend den Preisänderungen.

Was die Funktion leistet:

  1. Die dynamische Strompreissteuerung passt die Ausführungszeiträume automatisch an die tatsächlichen Tagespreise an;
  2. Über Faktor und Aufschlag können Sie die vom System berechneten Strompreise an Ihre realen Stromkosten annähern;
  3. Höhere Auslastung des Speichers und optimierte Stromkosten;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Durch das vorherige Festlegen von Schwellenwerten für hohe und niedrige Preise lädt und entlädt das System planmäßig und automatisch – manuelle Einschätzungen und Fehlbedienungen entfallen;
  2. Weniger wiederkehrender Bedienaufwand;

Ausführliche Funktionsbeschreibung

Strompreisdaten und Berechnungsregeln

Erforderliche Eingaben:

  • Epex-Spot-Faktor (Standardwert 1, vier Nachkommastellen)
  • Strompreis-Aufschlag (Standardwert 0, drei Nachkommastellen)

Der im Diagramm angezeigte Strompreis = Epex-Preis × Epex-Spot-Faktor + Strompreis-Aufschlag (auf der Seite wird der berechnete „Gesamtstrompreis" angezeigt).

Dabei gilt:

EPEX-Preis: der Marktpreis von der Strombörse

Faktor: dient der Anpassung an den tatsächlichen Abrechnungsanteil

Aufschlag: für feste Kostenbestandteile (z. B. Servicegebühren, Zusatzkosten)

Sie können „Faktor" und „Aufschlag" entsprechend Ihrer tatsächlichen Kostenstruktur selbst einstellen, damit der vom System berechnete Preis dem realen Abrechnungspreis möglichst nahekommt. Beim Ansehen zurückliegender Tage gilt: Die historischen Preise eines Tages werden mit dem an diesem Tag zuletzt eingestellten Faktor und Aufschlag berechnet und gespeichert.

Schwellenwerte einstellen (wie hohe/niedrige Strompreise abgegrenzt werden)

Das System stuft die Preise des jeweiligen Tages anhand von Perzentil-Schwellen automatisch ein und leitet daraus die Lade-/Entladestrategie für die einzelnen Zeiträume ab.

Es gilt folgende Einteilung:

Liegt der Preis eines Zeitraums unter dem «Perzentil-Schwellenwert für niedrige Preise», wird dieser Zeitraum als Niedrigpreiszeitraum eingestuft;

Liegt der Preis eines Zeitraums über dem «Perzentil-Schwellenwert für hohe Preise», wird dieser Zeitraum als Hochpreiszeitraum eingestuft;

Alle übrigen Zeiträume dazwischen gelten einheitlich als Zeiträume mit normalem Strompreis.

Das „Perzentil" gibt dabei die relative Position des Preises innerhalb der Preisreihe des Tages an und ist kein fester Preiswert. Durch Anpassen der Perzentil-Schwellen für niedrige und hohe Preise kann das System die Hoch- und Niedrigpreisbereiche dynamisch anhand der jeweiligen Preisverteilung des Tages abgrenzen.

Der Schwellenwert für niedrige Preise beträgt standardmäßig 30 %, der für hohe Preise 70 %, die Schrittweite beträgt jeweils 1 %.

Die Perzentile lassen sich über die Plus-/Minus-Zeichen oder durch Ziehen des Schiebereglers anpassen. Beim Ziehen erscheint über dem Regler eine kleine Sprechblase mit dem aktuellen Perzentil und dem zugehörigen Gesamtstrompreis. Schwellenwertlinien: Nach der Einstellung erscheinen im Diagramm eine grüne Linie (Niedrigpreislinie) und eine rote Linie (Hochpreislinie), die die entsprechenden Bereiche kennzeichnen.

Strompreisdiagramm

Tooltip beim Überfahren mit der Maus:

  • Findet zu diesem Zeitpunkt ein Lade-/Entladevorgang statt, werden Zeitpunkt, Art des Vorgangs (Laden/Entladen), Leistung (5-Minuten-Auflösung) und Strompreis angezeigt.
  • Findet zu diesem Zeitpunkt kein Lade-/Entladevorgang statt, werden nur Zeitpunkt und Strompreis angezeigt.

Ladevorgänge werden im Diagramm grün, Entladevorgänge gelb dargestellt.

Sie können zurückliegende Tage auswählen, um vergangene Preise anzusehen. Gegen 12:00 Uhr niederländischer Zeit stehen die Preisdaten für den Folgetag zur Verfügung.

Strategieeinstellungen

Geschätzter Tagesertrag = Entlademenge × Entladepreis − Lademenge × Ladepreis. Das Ergebnis dient lediglich als Anhaltspunkt für die Festlegung der Schwellenwertbereiche für hohe und niedrige Preise.

Ablauflogik der Strategie (wie das Gerät bei hohem/normalem/niedrigem Strompreis lädt und entlädt) Das System teilt den Tag in drei Preisbereiche auf: hoher Strompreis / normaler Strompreis / niedriger Strompreis. Für jeden Bereich lassen sich Lade- und Entladestrategien separat einstellen (z. B. Entladen erlauben/verbieten, Laden erlauben/verbieten, Leistungsobergrenzen usw.).

Umgang mit der Photovoltaik (Solarenergie) während des Ladens:

  • Sie können zwischen „PV trennen" und „PV nicht trennen" wählen:
    • Auswahl „Ja" (PV trennen): Während der Ladephase wird keine Solarenergie einbezogen, der Speicher bezieht die Energie ausschließlich aus dem Netz (oder anderen Quellen).
    • Auswahl „Nein" (PV nicht trennen): Während der Ladephase speist die Solaranlage wie gewohnt ein; die Solarenergie versorgt vorrangig die Verbraucher, die verbleibende Energie geht in den Speicher. Reicht die Solarenergie nicht aus, ergänzt der Speicher die Ladung aus dem Netz.
  • Hinweis: Diese Einstellung beeinflusst nur, ob die Solarenergie während der „Ladephase" einbezogen wird; der normale Betrieb der Solaranlage außerhalb der Ladezeiten bleibt unverändert.

Beim Entladen:

  • Die Speicherenergie versorgt vorrangig die Verbraucher; ein Überschuss wird ins Netz eingespeist (sofern die Systemeinstellungen die Einspeisung zulassen).

Innerhalb des „Gültigkeitszeitraums der dynamischen Strompreissteuerung":

  • Nach Abschluss des Entladens geht das Gerät in den Zustand „Entladen gesperrt" (innerhalb dieses Regelzyklus wird nicht erneut entladen), gleichzeitig speist die PV mit maximal möglicher Leistung ins Netz ein (die Solarenergie wird also so weit wie möglich ins Netz verkauft).
  • Nach Abschluss des Ladens geht das Gerät in den Zustand „Laden gesperrt", die PV speist weiterhin mit maximaler Leistung ins Netz ein.

Außerhalb des Zeitbereichs der dynamischen Strompreissteuerung: Das Gerät arbeitet weiter nach der zuvor wirksamen und passenden Lade-/Entladelogik (z. B. der Zeitplanstrategie).

WARNING

Bitte lesen Sie vor der Nutzung dieser Funktion (Steuerung auf Basis dynamischer EPEX-Strompreise) die folgenden Hinweise sorgfältig durch:

Voraussetzungen und Verantwortung des Nutzers

Vor der Nutzung der dynamischen Strompreissteuerung müssen Sie selbst sicherstellen, dass die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Es besteht ein gültiger Vertrag über dynamische Strompreise (z. B. Spot Price, Day-ahead usw.) mit einem Stromlieferanten oder Netzbetreiber;
  • Die nach örtlichen Vorschriften oder Vorgaben des Netzbetreibers erforderlichen Genehmigungen für die Entladung des Speichersystems und für den Netzanschluss liegen vor;
  • Es ist geklärt, dass in Ihrer Region die Teilnahme von Speichersystemen an der Preisreaktion bzw. die Netzeinspeisung zulässig ist.

Diese Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Land, Region und Netzbetreiber. Alpha ESS ist nicht verpflichtet zu prüfen, ob Sie die entsprechenden Bedingungen erfüllen.

Charakter der Funktion und Risikotragung

Diese Funktion befindet sich derzeit im Teststadium (Beta). Das System berechnet und führt die Lade-/Entladestrategien ausschließlich anhand von Strompreisdaten und voreingestellten Algorithmen automatisch aus. AlphaESS übernimmt in folgenden Fällen keine Haftung:

  • Steuerungsabweichungen aufgrund verzögerter, unterbrochener oder fehlerhafter Strompreisdaten;
  • Erhöhte Stromkosten, Ertragseinbußen oder sonstige wirtschaftliche Verluste infolge der Strategieausführung;
  • Nachteilige Folgen durch externe Faktoren wie Änderungen der Netzvorschriften oder Anpassungen der Tarifstrukturen.

Mit der Aktivierung dieser Funktion erklären Sie, dass Sie die daraus entstehenden Risiken verstehen und vollständig selbst tragen.

Betriebsabweichungen und Zustandsüberwachung

Aufgrund von Faktoren wie der Genauigkeit der Preisprognose, Verzögerungen in der Netzwerkkommunikation, dem Batteriezustand (SOC/SOH) und Lastschwankungen kann das tatsächliche Lade-/Entladeverhalten vom geplanten Ablauf abweichen. Empfehlungen:

  • Prüfen Sie regelmäßig den Betriebszustand des Geräts und die Protokolle der Strategieausführung;
  • Achten Sie auf Störungsmeldungen und bearbeiten Sie diese zeitnah;
  • Behalten Sie die Anlage in der Anfangsphase des Funktionstests manuell im Blick.

AlphaESS kann eine vollständig exakte Ausführung der Steuerungspläne nicht garantieren.


AlphaESS behält sich das Recht vor, diese experimentelle Funktion jederzeit zu ändern, auszusetzen oder einzustellen; die Nutzer werden in diesem Fall über die App oder offizielle Kanäle informiert.

Zeitplanstrategie

Funktionsbeschreibung

Die Zeitplanstrategie ist ein vorab festgelegter Lade-/Entladeplan. Sie eignet sich für Standorte mit deutlich zeitabhängigen Strompreisen, klar erkennbaren Verbrauchsmustern oder mit dem Bedarf, das Lade-/Entladeverhalten des Speichers vorab zu planen, und legt fest, wie das Speichersystem in den einzelnen Zeiträumen arbeitet. Über die Zeitplanstrategie führt das System die Lade- oder Entladevorgänge automatisch zu den festgelegten Zeiten aus, ohne dass in Echtzeit manuell eingegriffen werden muss.

Sobald die Zeitplanstrategie aktiv ist, führt das System den jeweiligen Modus automatisch zu den eingestellten Zeiten aus. Die Betriebsmodi innerhalb und außerhalb der Zeitfenster lassen sich getrennt einstellen; andere Schutz- und Steuerungsstrategien des Standorts bleiben unberührt.

Was die Funktion leistet:

  1. Vorausschauende Planung des Lade-/Entladeverhaltens des Speichers in den einzelnen Zeiträumen;
  2. Automatischer Wechsel des Betriebsmodus nach Uhrzeit;
  3. Höhere Auslastung des Speichers und optimierte Stromkosten;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Durch die vorherige Festlegung der Zeitfenster lädt und entlädt das System planmäßig und automatisch – manuelle Einschätzungen und Fehlbedienungen entfallen;
  2. In Niedrigpreiszeiten wird automatisch geladen, in Hochpreiszeiten automatisch entladen; das senkt die Stromkosten und erhöht den Ertrag des Speichers;
  3. Die Zeitplanstrategie wird automatisch wirksam und läuft dauerhaft, ohne tägliche manuelle Anpassung. Das reduziert den Betriebsaufwand und sorgt für einen stabileren Betrieb;

Hinweis: Je nach Gerätetyp und Softwareversion werden auf der Seite der Zeitplanstrategie unterschiedliche Inhalte angezeigt. Die folgende Felderläuterung fasst sämtliche Felder aller Versionen der Zeitplanstrategie zusammen.

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Entladen bei ausgelöstem Bezugsspitzenschutz zulassenAuswahlliste: Zulassen, Verbieten--Legt fest, ob die Speicherbatterie entladen darf, um die Verbrauchslast mitzutragen, wenn die Bezugsleistung am Netzübergabepunkt den Bezugsspitzenschutz auslöst. Bei Aktivierung kann die Batterie entladen und so die Bezugsleistung senken; bei Deaktivierung entlädt die Batterie auch dann nicht, wenn der Bezugsspitzenschutz auslöst.
Laden bei ausgelöstem Rückspeiseschutz zulassenAuswahlliste: Zulassen, Verbieten--Legt fest, ob die Speicherbatterie im Eigenverbrauchsmodus laden darf, wenn das System den Rückspeiseschutz auslöst (PV-Erzeugung größer als Last). Bei Aktivierung kann die Batterie den Energieüberschuss durch Laden aufnehmen und so eine Einspeisung ins Netz vermeiden; bei Deaktivierung lädt die Batterie beim Auslösen des Rückspeiseschutzes nicht mehr.
Reservierter SOC für Eigenverbrauch (%)Wertebereich: 5-100GanzzahlLegt den im Eigenverbrauchsmodus reservierten Mindest-SOC fest. Liegt der SOC des Speichers unter diesem Wert, hält das System die verbleibende Energie vorrangig zurück und entlädt nicht weiter.
Obergrenze Lastspitzenkappung (kW)Wertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleÜberschreitet die Netzbezugsleistung die Obergrenze der Lastspitzenkappung, wird die Entladung des Speichers ausgelöst und die Netzbezugsleistung gesenkt. Nur im Modus Lastspitzenkappung und Talfüllung wirksam.
Untergrenze Talfüllung (kW)Wertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleLiegt die Netzbezugsleistung unter der Untergrenze der Talfüllung, wird die Ladung des Speichers ausgelöst und die Netzbezugsleistung erhöht. Nur im Modus Lastspitzenkappung und Talfüllung wirksam.
Regelhysterese (kW)Wertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleDient als Puffer für die Leistungsbereiche der Obergrenze Lastspitzenkappung und der Untergrenze Talfüllung, Standardwert: 0. Nur im Modus Lastspitzenkappung und Talfüllung wirksam.
Abschalt-SOC für LastspitzenkappungWertebereich: 5-100GanzzahlLegt den Mindest-SOC fest, bis zu dem beim Kappen der Lastspitzen entladen werden darf. Nur im Modus Lastspitzenkappung und Talfüllung wirksam.
Abschalt-SOC für Leistungsstützung bei AbregelungWertebereich: 5-100GanzzahlLegt den Mindest-SOC fest, bis zu dem der Speicher bei Abregelung oder Leistungsbegrenzung Stützleistung liefert. Nur im Modus Leistungsstützung bei Abregelung wirksam.
Regelabweichung der ZählerleistungWertebereich: -99999.9~99999.9eine NachkommastelleDient der Einstellung der Zählerleistungsregelung. Nur im Modus Leistungsstützung bei Abregelung wirksam.
Grenzwert der Ladeleistung aus dem Netz (kW)Wertebereich: 0-99999.9eine NachkommastelleBegrenzt die Leistung, mit der die Batterie aus dem Netz geladen wird. Nur im Modus Laden mit fester Leistung wirksam.
Ladeleistung (kW)Wertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleLeistung, mit der das Gerät die Batterie lädt;
Abschalt-SOC beim Laden (%)Wertebereich: 5-100GanzzahlErreicht die Batterie diesen SOC, wird der Ladevorgang automatisch beendet;
Entladeleistung (kW)Wertebereich: 0~99999.9eine NachkommastelleLeistung, mit der das Gerät die Batterie entlädt;
Abschalt-SOC beim Entladen (%)Wertebereich: 5-100GanzzahlErreicht die Batterie diesen SOC, wird der Entladevorgang automatisch beendet;

Inselnetzbetrieb

Zusammenspiel von PV, Speicher und Dieselgenerator

Funktionsbeschreibung

Im Inselbetrieb arbeiten Photovoltaik, Batterie und Dieselgenerator automatisch zusammen, um die Versorgung sicherzustellen. Abhängig vom Batterieladestand oder von der Uhrzeit werden Start und Stopp des Dieselgenerators automatisch gesteuert und die Batterie sinnvoll geladen. So bleibt die Inselversorgung stabil und der Kraftstoffverbrauch niedrig.

Was die Funktion leistet:

  1. Ohne Netz arbeiten Photovoltaik, Batterie und Dieselgenerator automatisch zusammen und sorgen für eine durchgehende, stabile Versorgung;
  2. Das System startet und stoppt den Dieselgenerator automatisch anhand des Batterieladestands oder der Uhrzeit, vermeidet unnötigen Betrieb und senkt Kraftstoff- und Wartungskosten;
  3. PV-Erzeugung und Batteriespeicher werden voll ausgeschöpft, die Abhängigkeit vom Dieselgenerator sinkt – die Inselversorgung wird umweltfreundlicher und wirtschaftlicher;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Durchgehend stabile Versorgung im Inselbetrieb;
  2. Weniger unnötiger Generatorbetrieb und damit geringerer Kraftstoffverbrauch;
  3. Vorrangige Nutzung von PV und Batterie und damit höhere Wirtschaftlichkeit;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Nennleistung des Dieselgenerators (kW)Wertebereich: 0-6553.5eine NachkommastelleLegt die maximale Ausgangsleistung des Dieselgenerators fest
Verfügbarer Prozentsatz der Generatorleistung (%)Verfügbare Generatorleistung = Nennleistung des Dieselgenerators * verfügbarer Prozentsatz der Generatorleistung
SteuerungsmodusAuswahlliste: SOC-Modus, Zeitfenster-Modus, Manueller Modus

SOC-Modus: Der Dieselgenerator startet, wenn der Batterieladestand unter den Start-SOC fällt, und schaltet ab, wenn der Ladestand über dem Stopp-SOC liegt.
Zeitfenster-Modus: Es werden eine [Startzeit] und eine [Stoppzeit] festgelegt; innerhalb dieses Zeitfensters läuft der Dieselgenerator, außerhalb wird er gestoppt
Manueller Modus: manuelles Starten und Stoppen des Dieselgenerators, geeignet für die Inbetriebnahme oder besondere Betriebszustände

BetriebsbereichUnterschreitet der SOC des Speichers den Minimalwert dieses Bereichs, startet der Dieselgenerator; überschreitet er den Maximalwert, wird der Dieselgenerator abgeschaltet
LeistungsmodusAuswahlliste: Batterieladung, Dieselgenerator-Erzeugung

Legt fest, wie das Speichersystem im Inselbetrieb bzw. beim Zusammenspiel von PV, Speicher und Dieselgenerator arbeitet:
Batterieladung: Entsprechend dem verfügbaren Prozentsatz der Generatorleistung werden zuerst die Lasten versorgt, anschließend wird die Batterie mit fester Leistung geladen, wobei gilt: feste Ladeleistung der Batterie + Lastleistung <= verfügbare Generatorleistung (verfügbare Generatorleistung = Nennleistung des Dieselgeneratorsverfügbarer Prozentsatz der Generatorleistung).
Dieselgenerator-Erzeugung: Der Dieselgenerator versorgt vorrangig die Lasten, die verbleibende Leistung geht vollständig in die Batterieladung, wobei gilt: Ladeleistung der Batterie + Lastleistung = verfügbare Generatorleistung (verfügbare Generatorleistung = Nennleistung des Dieselgeneratorsverfügbarer Prozentsatz der Generatorleistung).

Ladeleistung der Batterie (kW)Legt die Leistung fest, mit der die Speicherbatterie im Ladebetrieb geladen wird

Laststufung

Funktionsbeschreibung

Die Laststufung priorisiert anhand des Batterieladestands (SOC) die wichtigen Verbraucher: Bei zu geringem Ladestand werden zuerst die normalen Lasten abgeschaltet, danach die wichtigen Lasten. Nach dem Wiederanstieg des Ladestands wird die Versorgung in umgekehrter Reihenfolge wiederhergestellt. Die wichtigen Lasten werden also zuletzt abgeschaltet und zuerst wieder zugeschaltet.

Es gilt: Zuschalt-SOC normale Lasten > (Zuschalt-SOC wichtige Lasten / Abschalt-SOC normale Lasten) > Abschalt-SOC wichtige Lasten;

Was die Funktion leistet:

  1. Durch die prioritätsabhängige Verteilung der Energie wird die Versorgungsdauer kritischer Lasten bei knapper Energie verlängert und die Gesamtausdauer des Systems erhöht;
  2. Die Lasten werden automatisch gestuft umgeschaltet, was Produktions- oder Geräterisiken durch eine plötzliche vollständige Abschaltung verhindert – ganz ohne manuelles Eingreifen;

Diese Funktion löst folgende Probleme für Kunden:

  1. Kritische Lasten bleiben unterbrechungsfrei versorgt;
  2. Längere Versorgungsdauer bei knapper Energie;
  3. Vermeidung eines plötzlichen Stromausfalls im gesamten Standort;
  4. Vollautomatische Steuerung, kein manuelles Umschalten der Lasten erforderlich;

Erläuterung der Felder auf der Seite:

FeldnameWertebereichDatengenauigkeitErläuterung
Abschalt-SOC normale Lasten (%)Wertebereich: 5-100GanzzahlErreicht der aktuelle Batterieladestand den hier eingestellten SOC-Wert, werden die am Speicher angeschlossenen normalen Lasten getrennt.
Zuschalt-SOC normale Lasten (%)Wertebereich: 5-100GanzzahlErreicht der aktuelle Batterieladestand den hier eingestellten SOC-Wert, werden die am Speicher angeschlossenen normalen Lasten wieder zugeschaltet.
Abschalt-SOC wichtige Lasten (%)Wertebereich: 5-100GanzzahlErreicht der aktuelle Batterieladestand den hier eingestellten SOC-Wert, werden die am Speicher angeschlossenen wichtigen Lasten getrennt.
Zuschalt-SOC wichtige Lasten (%)Wertebereich: 5-100GanzzahlErreicht der aktuelle Batterieladestand den hier eingestellten SOC-Wert, werden die am Speicher angeschlossenen wichtigen Lasten wieder zugeschaltet.