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Erweiterte Einstellungen

INFO

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie sich bei diesen Einstellungen unsicher sind, wenden Sie sich vor einer Änderung bitte an Ihren Installateur oder den technischen Support, damit die Parameter zu Ihrer Hardware-Verkabelung und Ihrem Energieliefervertrag passen.

Grundeinstellungen

Durch die Wahl des passenden Modus und der passenden Steuerungslogik stellen Sie sicher, dass das System in unterschiedlichen Anwendungsszenarien stets die stabilste und effizienteste Steuerung erhält.

Unterschiede zwischen den Startmodi

  • Passiv-Modus: Lokales intelligentes Management – das System wird zentral vom lokalen EMS gesteuert. Nach abgeschlossener Parametrierung führt das Speichersystem die voreingestellte Steuerungsstrategie exakt aus und arbeitet durchgehend automatisch, ohne dass ein manueller Eingriff in Echtzeit erforderlich ist.
  • Drittanbieter-Steuerungsmodus: Das System wird an eine Drittanbieter-Plattform angebunden und von dieser zentral gesteuert. Um Befehlskonflikte zu vermeiden, reduziert das System in diesem Modus die lokalen Strategien und behält nur die zentralen Sicherheits- und Schutzparameter bei – Strompreiseinstellungen, Notstromreserve und Rückspeiseschutz –, damit die Steuerbefehle effizient ausgeführt werden.

Steuerungsstrategie

  • Lokaler Modus: Die Leistungsparameter werden direkt über die Cloud-Plattform oder die lokale Weboberfläche des Geräts eingestellt. Dieser Modus ist speziell für die Installations- und Inbetriebnahmephase gedacht und erlaubt Technikern eine schnelle Konfiguration und Funktionsprüfung vor Ort.
  • Remote-Modus: Das System baut über die physische Kommunikationsschnittstelle des EMS eine dauerhafte Verbindung auf. In diesem Modus kann die Leitstelle Steuerbefehle aus der Ferne senden und so eine präzise, orts- und zeitunabhängige Steuerung und Energiebewirtschaftung der Geräte realisieren.

Regelung der Dreiphasen-Unsymmetrie

Dies ist ein Werkzeug zum Ausgleich der Leistung in komplexen Verbrauchsumgebungen. Bei ungleichmäßiger Lastverteilung über die drei Phasen regelt die Unsymmetrie-Regelung die einphasige Ausgabe des PCS intelligent nach und sorgt dafür, dass Strom und Leistung am Netzanschlusspunkt stets sicher im Gleichgewicht bleiben. So werden Systemrisiken durch eine Überlastung einzelner Phasen vermieden.

So arbeitet das System

  • Einphasige Regelung: Das System regelt Strom bzw. Leistung jeder einzelnen Phase anhand der eingestellten Grenzwerte unabhängig und präzise und gleicht die Unterschiede zwischen den Phasen so weit wie möglich aus.
  • Gleichlauf beim Laden und Entladen: Während die Leistung der drei Phasen ausgeglichen wird, hält sich das System strikt an das Prinzip des gleichzeitigen Ladens bzw. Entladens aller Phasen und sichert so einen konsistenten und zuverlässigen Betrieb des Speichersystems.
  • Intelligente Überwachung: Der Lastzustand jeder Phase wird in Echtzeit überwacht. Sämtliche Regelvorgänge laufen automatisch im Hintergrund ab und beeinträchtigen Ihren normalen Stromverbrauch oder Ihre Produktion nicht.

Schutz für Ihre elektrische Anlage

  • Überlastrisiken beseitigen: Das Risiko von Auslösungen oder Geräteschäden durch eine zu hohe Last auf einer Phase wird wirksam verringert – für einen dauerhaft stabilen Betrieb der Elektroanlage.
  • Bessere Spannungsqualität: Durch den automatischen Ausgleich der drei Phasenströme wird das Verbrauchsverhalten am Netzanschlusspunkt optimiert und die Energieeffizienz insgesamt gesteigert.
  • Vollautomatischer Schutz: Lastschwankungen müssen nicht manuell überwacht werden – das System reagiert sofort und erspart Ihnen aufwendige Kontrollgänge und manuelle Anpassungen vor Ort.

INFO

Hinweis: Ist diese Funktion aktiviert, arbeitet das System nach den von Ihnen festgelegten Obergrenzen für Strom bzw. Leistung je Phase. Wir empfehlen, die anfänglichen Grenzwerte gemeinsam mit Ihrem Installateur festzulegen.

Lastspitzenbegrenzung

Dies ist ein intelligentes Überwachungswerkzeug, das speziell zur Senkung Ihrer Stromkosten entwickelt wurde. Wenn nach der höchsten Bezugsleistung abgerechnet wird, arbeitet die Lastspitzenbegrenzung wie ein rund um die Uhr verfügbarer „Verbrauchswächter“: Sie überwacht die Leistung am Netzanschlusspunkt in Echtzeit und verhindert konsequent eine Überschreitung.

So vermeiden Sie überhöhte Stromkosten

  • Echtzeitüberwachung: Das System überwacht die Gesamtleistung am Hausanschluss rund um die Uhr. Sobald sich der Verbrauch der voreingestellten „maximal zulässigen Bezugsleistung“ nähert, greift die Regelung sofort ein.
  • Kombination der Energiequellen: Vorrangig wird die Entladung der Speicherbatterie genutzt und die PV-Erzeugung voll ausgeschöpft. Durch den geringeren Netzbezug werden kurzzeitige Verbrauchsspitzen geglättet, sodass die Leistung am Netzanschlusspunkt den Grenzwert nicht überschreitet.
  • Steuerung ohne Aufwand: Das System regelt automatisch entsprechend dem tatsächlichen Bedarf. Häufige manuelle Eingriffe entfallen, und die Energieeffizienz wird optimiert, ohne den normalen Betrieb oder Alltag zu beeinträchtigen.

INFO

Tipp: Für die beste Kostenwirkung stellen Sie den Parameter „maximal zulässige Bezugsleistung“ bitte exakt entsprechend Ihrem Stromliefervertrag ein.

Rückspeiseschutz

Wenn PV-Erzeugung und Speicherentladung reichlich vorhanden sind, stellt der Rückspeiseschutz sicher, dass überschüssige Energie nicht unerlaubt ins Netz zurückfließt. Durch die Regelung der Systemausgabe in Echtzeit bleibt Ihre Anlage stets innerhalb des zulässigen Rahmens und vermeidet Verstöße gegen die Netzanschlussvorgaben.

Rund um die Uhr vor unerwünschter Einspeisung geschützt

  • Strikte Einspeisekontrolle: Das System behält die Leistung am Netzanschlusspunkt permanent im Blick. Sobald die Gesamtleistung aus PV und Speicher den Bedarf der Verbraucher vor Ort übersteigt, greift der Schutzmechanismus sofort ein.
  • Schnelle Reaktion: Das System passt sich automatisch dem aktuellen Verlauf an: Zunächst wird die Speicherentladung reduziert oder in den Lademodus gewechselt; falls erforderlich, wird die PV-Erzeugung gezielt begrenzt, damit die Leistung am Netzanschlusspunkt den Grenzwert nicht überschreitet.
  • Intelligentes Auffüllen von Lasttälern: Die maximale Einspeiseleistung ist frei einstellbar. Mit einem positiven Wert können Sie sogar ein gezieltes Auffüllen von Lasttälern erreichen und Ihre Anlage flexibler betreiben.

Inselbetrieb

Fällt das öffentliche Netz aus, verlängert das Speichersystem durch das Zusammenspiel von PV, Speicher und Dieselgenerator sowie durch Lastpriorisierung die Versorgungsdauer maximal, damit zentrale Produktions- und Lebensbereiche ungestört weiterlaufen.

Zusammenspiel von PV, Speicher und Dieselgenerator

Das System gleicht den Betrieb von PV-Anlage, Batterie und Dieselgenerator automatisch aus – für eine gesicherte Stromversorgung bei möglichst geringem Kraftstoffverbrauch.

  • Vollautomatische Verbundversorgung: Das System steuert PV-Erzeugung und Batterieleistung in Echtzeit. Nur bei zu geringem Ladestand oder bei Erfüllung bestimmter Zeitbedingungen startet der Dieselgenerator automatisch – der Übergang erfolgt nahtlos.
  • Intelligentes Starten und Stoppen: Der Dieselgenerator wird präzise anhand des Batterie-SOC oder voreingestellter Zeitfenster gesteuert. So wird ein langer Betrieb mit geringem Wirkungsgrad vermieden, was Kraftstoffkosten und Verschleiß deutlich senkt.
  • Umweltfreundliche Priorisierung: Saubere PV-Energie wird maximal genutzt und die Abhängigkeit von Kraftstoff verringert – so ist die Inselversorgung zugleich wirtschaftlich und umweltschonend.

Lastpriorisierung

Ist die verfügbare Energie im Inselbetrieb begrenzt, versorgt das System anhand des Batterieladestands (SOC) vorrangig die wichtigen Verbraucher.

  • Abgestufte Priorisierung: Wird die Energie knapp, folgt das System dem Prinzip „zuerst allgemeine Lasten abwerfen, wichtige Lasten erhalten“. Steigt der Ladestand wieder, wird die Versorgung stufenweise in der Reihenfolge „wichtige Lasten zuerst“ wiederhergestellt.
  • Deutlich längere Versorgungsdauer: Durch das geordnete Abschalten weniger wichtiger Verbraucher verlängert sich die Betriebszeit kritischer Geräte um ein Vielfaches, und Schäden durch einen plötzlichen Totalausfall der Anlage werden vermieden.
  • Vollautomatische Stufensteuerung: Eine fest hinterlegte Wertelogik (Vorgabe: SOC für die Wiederzuschaltung allgemeiner Lasten > SOC für die Wiederzuschaltung wichtiger Lasten > SOC für das Abwerfen wichtiger Lasten) macht manuelles Schalten überflüssig.

INFO

Tipp: Damit die Lastpriorisierung wirksam wird, lassen Sie von Ihrem Installateur unbedingt bestätigen, dass die Verkabelung hardwareseitig in „wichtige“ und „allgemeine“ Lasten aufgeteilt wurde.

Hilfssteuerung – SOC-Kalibrierung

Präzise Ladestandsdaten sind die Grundlage eines intelligenten Energiemanagements. Die SOC-Kalibrierung beseitigt durch einen vollständigen, kontrollierten Ladevorgang die kleinen Abweichungen, die sich im Dauerbetrieb ansammeln. Sie wirkt wie eine „Selbstfokussierung“ des Systems und bringt den angezeigten Ladestand wieder mit dem tatsächlichen Zustand der Batterie in Einklang.

Warum ist eine Kalibrierung nötig?

  • Realistische Werte: Abweichungen zwischen angezeigtem und tatsächlichem Ladestand werden beseitigt. „Scheinladung“ oder Ladestandssprünge treten nicht mehr auf, und Sie kennen Ihre tatsächliche Energiereserve.
  • Grundlage für Strategien: Ob Notstromreserve oder Lastspitzenbegrenzung – ein präziser SOC ist die Basis für alle intelligenten Strategien und sorgt dafür, dass die Systembefehle punktgenau ausgeführt werden.
  • Dauerhafte Stabilität: Eine regelmäßige Kalibrierung verringert Fehlauslösungen der Schutzmechanismen, verbessert das Betriebsverhalten des Speichersystems und macht die Steuerung planbarer.

Wenn die Ladestandsanzeige sich über längere Zeit nicht verändert oder nicht Ihren Erwartungen entspricht, stellt diese Funktion die Messgenauigkeit des Systems schnell wieder her.